Marderhund • Nyctereutes procyonoides
Allgemeines: Größe: 75 -80cm Schwanzlänge: 15cm Körperhöhe 20 bis 30 cm Gewicht 8 - 9 kg Stimmlaute: Gleichem einem Miauen oder Winseln als einem Bellen. Welpen fiepen.
Das weiche Fell ist beigegrau an Flanken und Bauch und am Rücken schwarzbraun. Die Gesichtszeichnung gleicht der Maske eines Waschbären. Marderhunde unterziehen sich einem jahreszeitlichen Fellwechsel das Winterfell und das Sommerfell gleichen in der Farbe einander, doch ist das Winterfell deutlich dichter und schwerer.
VERBREITUNG: Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Marderhunds umfasst das östliche Sibirien das nordöstliche China und Japan. Im 19. Jahrhundert führte man Marderhunde in Westrussland ein, um sie für die Pelzzucht leichter verfügbar zu machen. Um 1928 und 1950 wurden in der Ukraine etwa 10.000 Tiere ausgesetzt. Anfang der vierziger Jahre gab es die ersten Marderhunde in Finnland, in Rumänien und in Polen. Seit den Siebziger Jahren ist der Marderhund zu einem Teil der deutschen Fauna geworden. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ist der Marderhund nun ein recht häufiges Tier, in den anderen Bundesländern aber noch selten.
LEBENSRAUM: Der Marderhund ist ein sehr scheuer und nachtaktiver Bewohner von Wäldern und Regionen mit viel Unterholz.
BIOLOGIE: Der Marderhund ist kein Jäger wie der Fuchs, sondern eher gemächlich sammelnd wie ein Dachs durch sein Revier streift. Zum Klettern sind sie nicht in der Lage. Der Marderhund ist monogam und bleibt ein Leben lang im Paar zusammen. Beide Partner kümmern sich um die im Schnitt sechs bis zehn Welpen. Als einzige Vertreter der Hunde halten Marderhunde eine Winterruhe. Auf Grund seiner im Sommer angefressenen Fettschicht verlässt er im Winter nur gelegentlich seinen Bau. Marderhunde sind Allesfresser Die Nahrung besteht deshalb aus Mäusen, Vögeln, Eiern, Fischen, Kröten, Schnecken und Insekten ebenso wie Eicheln, Nüssen, Beeren und Obst. Auch Aas verschmähen sie nicht.
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