Graureiher



Ardea cinerea • Graureiher

Allgemeines:
Familie: Ardeidae Reiher
Gesamtlänge: 89 - 100cm
Flügellänge: 43 - 48,5cm
Schnabel: 10 - 13cm
Stimme: Laut, rauh und krächzend
Gewicht: 1070 - 2070g

Die größte europäische Reiherart trägt oben ein hellgraues Gefieder, sein Gefieder unterbrechen zwei schwarze Kopffedern und schwarze Striche auf dem Vorderhals und der Brust, der übrige Körper ist weißlich. Der Dolchschnabel und die Beine der Altvögel sind gelb gefärbt. Die Jungvögel sind hingegen dunkelgrau und die schwarzen Federn am Kopf sind hier noch nicht zu sehen.

VERBREITUNG: Der Graureiher, ist weit verbreitet im Norden bis Holland. In Südeuropa ist der Graureiher Sommervogel. In Großbritannien, Skandinavien und Rußland nur Ausnahmegast.

WANDERUNG: Europäische Vögel sind Transsaharazieher und überwintern in der Sahelzone Afrikas. Ringfunde deuten daraufhin, dass einige Vögel im Osten aus Europa stammen, hauptsächliches Winterquartier ist jedoch eher Westafrika.

LEBENSRAUM: Der Graureiher nistet insbesondere an Ufern von seichten Süßgewässern, und zwar in der Ebene ebenso wie im Gebirge. Ausgedehnte Sümpfe und Flußauen und auch besonders im Schilf.

BIOLOGIE: Der Graureiher brütet für gewöhnlich in Kolonien von bis zu 200 Paaren. Zwischen Februar und Mai wird in Bäumen der Horst in bis zu 25 m Höhe gebaut. Die 4 - 5 grünlichblaue Eier werden von den Graureihern abwechselnd ca. 23 - 26 Tage bebrütet. Die nesthockenden Dunenjungen können nach 50 - 55 Tagen fliegen. Sie fliegen mit langsamen, kräftigen Flügelschlägen, den Hals dabei wie ein S in die Schultern eingezogen, während die Beine über den Schwanz hinausragen. Die Ernährung kann je nach Lebensraum recht unterschiedlich sein und umfasst Fische, Amphibien, Reptilien, kleine Säugetiere und auch wirbellose Tiere.

BESONDERHEITEN: Der Graureiher geht tagsüber auf Nahrungssuche. Dabei schreiten diese Vögel langsam, mit vorgestrecktem Hals, durch das seichte Wasser, um dann, sobald sie eine Beute erspäht haben, blitzschnell und zielsicher mit dem spitzen Schnabel zuzustoßen.

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