Haubentaucher



Podiceps cristatus • Haubentaucher

Allgmeines:
Familie: Podicipedidae Lappentaucher
Gesamtlänge: 46 - 51cm
Flügellänge: 17 - 21cm
Schnabel: 4 - 5,5cm
Gewicht: 570 - 1490g
Stimme: Gutturale, krächsende Laute

Der Haubentaucher ist der größte unter den Lappentauchern. Im Brutkleid hat er eine rostfarbene, schwarzbraun Halskrause und eine schwarze, in zwei Ohrbüscheln auslaufende, Haube. Im Schlichtkleid des Winters ist die Haube allerdings nur angedeutet. Er ist dann daran erkennbar, dass der schwarze Scheitel nur bis zum weißen Überaugenstreif reicht. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt.

VERBREITUNG: Der Haubentaucher brütet in Eurasien vom Atlantik bis zum Pazifik. In Europa lückenhaft verbreitet, fehlt im nördlichen Skandinavien und in Nordrussland. Überwintert westlich von Dänemark, in Italien und am Mittelmeer.

WANDERUNG: Brutvögel östlich der Linie Berlin - Wien ziehen nach Süden und Westen (Mittelmeer - Türkei)

LEBENSRAUM: Der Haubentaucher wählt zum Nisten größere stehende oder schwach fließende Binnengewässer mit frischer Vegetation auch ist er an Parkteichen mit Ufervegetation oder überhängenden Uferbäumen und -sträuchern, im Winter auch an Stauseen und an geschützten Meeresküsten zu finden. Oberhalb von 600m findet er kaum noch Seen oder Teiche, die seinen Bedürfnissen entsprechen und ist dort dementsprechend nicht anzutreffen. Der Haubentaucher überwintert in Meeresbuchten und an küstennahen Lagunen.

BIOLOGIE: Diese Vögel brüten meistens immer allein. Ist jedoch an den Seen nur wenig Platz, so bilden sie mitunter Kolonien von über 100 Paaren. In unseren Breiten wird ab April mit dem Bau eines schwimmenden Nests begonnen. Der Haubentaucher legt für gewöhnlich etwa 4 weiße Eier, die von beiden Partnern ca. 27 - 29 Tage bebrütet werden und sich dabei allmählich braun verfärben. Er kann bis zu dreimal pro Jahr brüten. Die Dunenjungen sind erst nach etwa 71 -79 Tagen flugfähig und sitzen auf dem Rücken der Eltern. Der Haubentaucher ernährt sich wie alle Lappentaucher hauptsächlich von Fischen, daneben aber auch von Insekten, Krusten- und Weichtieren.

BESONDERHEITEN: Große Haubentaucher - Brutkolonien sind schon von weitem an den eigentümlich knarrenden und trompetenden Lauten dieser Vögel zu erkennen. Zu beobachten sind auch ihre genialen Balzspiele, bei denen die Krause und die Ohrbüschel aufgestellt werden, ehe dann die beiden Partner mit Pflanzenteilen im Schnabel aufeinander zu schwimmen, um dann Brust an Brust aus dem Wasser aufzusteigen und in einem eigentümlichen Tanz die Köpfe schütteln. Die Jungen lassen sich zunächst von den Elterntieren auf dem Rücken tragen. Der Haubentaucher nimmt stets einen langen Anlauf auf dem Wasser, ehe er sich in die Lüfte erhebt.

Stimme




Graureiher
Höckerschwan