Cuculus canorus • Kuckuck
Allgemeines: Familie: Cuculidae Kuckucke Größe: 32 - 34 cm Flügellänge: 20 - 23cm Schnabel: 2,5 - 3cm Stimme: Weittragende und wiederholt "kukuh" Gewicht: 110 - 130g
Der Kuckuck ist etwa so groß wie eine Taube und er hat einen langen gerundeten Schwanz. Die Flügel laufen spitz zu. Das Gefieder ist an der Oberseite taubengrau, Kopf und Brust sind grau gefärbt. Die Unterseite ist kräftig grau gebändert. Die Weibchen können auch in einer rostroten Gefiederfärbung auftreten. Darüber hinaus zeigen die Geschlechter keine Unterschiede im Gefieder. Jungvögel sind auf der Unterseite durchgehend gefleckt.
VERBREITUNG: Der Kuckuck ist als Sommervogel in Eurasien, nach Süden bis in den Mittleren Osten und nach China. In Europa fehlt dieser Vogel nur in Island und im Norden Norwegens. Die Winterquartiere liegen in Südostasien, die der europäischen Form im südlichen Afrika.
LEBENSRAUM: Der Kuckuck ist als Brutvogel in nahezu allen Biotopen z. B. in Wäldern und an Waldrändern ebenso anzutreffen, wie in Parks und in offenem mit Hecken besetztem Gelände Hügeln, Feldflur mit Hecken und Gehölzen.
WANDERUNG: Alle europäischen Vögel und die meisten aus Sibirien ziehen nach Südafrika. Im Herbst überfliegen sie das Mittelmeer und die Sahara bis zur Sahlezone, wo sie verweilen. Im Frühling dagegen fliegen sie den selben Weg ohne Unterbrechung zurück.
BIOLOGIE: Der Kuckuck ist ein Brutschmarotzer, d. h., die Weibchen legen ab April ihre 8 - 12 unterschiedlich gefärbten Eier die jene der Wirtsarten (z.B. Wiesenpieper, Rotkehlchen, Gartenrotschwänzchen, Teichrohrsänger, Bachstelzen) nachahmen werden einzeln in die Nester einer bestimmten Singvogelart, welche dann von den so genannten Adoptiveltern etwa 12 Tage lang bebrütet werden. Schon wenige Stunden nach dem Schlüpfen setzt beim jungen Kuckuck ein eigenartiges Verhalten ein. Er lädt die vorhandenen Eier auf den Rücken und wirft diese nacheinander aus dem Nest. Etwa 20 - 23 Tage bleibt das Junge im Nest und lässt sich von den Adoptiveltern füttern, ehe es flügge wird. Kuckucke ernähren sich von verschiedenen Insekten, im Spätsommer vor allem von behaarten Raupen. Der Ruf des Männchens, das hohle, monotone "kukkuh", ist im Frühling über große Entfernungen zu hören. Im Flug und Aussehen erinnert der Kuckuck ein wenig an einen Sperber.
BESONDERHEITEN: Das Weibchen legt im Jahr bis zu zwei Dutzend Eier, von denen im fremden Nest normalerweise nur je eines abgelegt wird. Interessanterweise gleichen die abgelegten Eier in Farbe und Zeichnung oft den Eiern der Wirtsvögel, sie sind aber größer.
|