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Dybowski- Hirsch • Cervus nippon dybowskii

Allgemeines:

Hirsche sind Wiederkäuer, Paarhufer und Stirnwaffenträger. Die als Geweihe bezeichneten Stirnwaffen sind verzweigte Stangen, die sich auf den Knochenzapfen der Stirnbeine, den so genannten Rosenstöcken", erheben. Sie wachsen nach dem Abwurf im Frühjahr zur Größe von etwa 1 m heran. Die gefäßreichen Hüllhäute, die das Geweihwachstum ermöglichen, weiden nach deren Abtrocknen an Bäumen und Büschen als Bast abgefegt. Nur männliche Tiere entwickeln Geweihe als Folge spezieller Hormonproduktionen Testosteron, sowie Hormone der Schild- und Zwirbeldrüse. Die Färbung des Winterkleides ist dunkelbraun und schwach gefleckt, die des Sommerkleides hellbraun mit weißen Flecken. Dybowski - Hirsche sind neben Japan- und Formosa - Sika eine Unterart der Sikahirsche, mittelgroß und feinköpfig und in unseren Breiten sehr winterhart.

VERBREITUNG: Die ursprüngliche Heimat der Dybowski - Hirsche ist der ostasiatische Raum. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurden Tiere in Neuseeland, dann in Australien eingebürgert, später in Aserbaidshan und in Mitteleuropa. Sie gehören deshalb zu den als Neubürger bezeichneten Tierarten.

BIOLOGIE: Die Feinsinne sind hoch entwickelt. Auf 400m kann menschliche Witterung aufgenommen werden. Der astigmatische Augenaufbau ermöglicht eine exzellente Wahrnehmung beweglicher Objekte. Die Tiere leben in strengen Rangordnungen und zeigen ausgeprägtes Revierverhalten. In gemischten Verbänden übernehmen ältere Weibchen oft eine zeitweilige Führungsrolle. Jungtiere, die nicht folgen wollen, werden von ihnen durch ein sanftes Schlagen mit dem Vorderlauf bestraft. Die Fortpflanzung beginnt mit der Brunft im November - Dezember, in der die Hirsche angriffslustig und auch für den Menschen gefährlich sein können. Nach siebeneinhalb Monaten Tragezeit wird Ende Juni Anfang August meist 1 Jungtier geboren. Die Dybowski – Hirsche sind Pflanzenfresser und bevorzugen Getreide, Grünfutter und Heu.