Pflanzen fotografieren – Tipps für schöne Pflanzenfotos

Wer Pflanzen fotografieren möchte, der findet hier einige Tipps und Ratschläge zum erstellen schöner Pflanzenfotos mit Teleobjektiv, Makro oder unterschiedlicher Tiefenschärfe bei den Fotos von Pflanzen.

Sofern Sie Pflanzen im Freien fotografieren möchten, ist es von Vorteil schon in den frühen Morgenstunden mit dem Fotografieren zu beginnen. Mit den ersten Sonnenstrahlen öffnen sich die Blüten und mit etwas Glück werden Blätter und Gräser mit Tautropfen zum Motiv. Auch die Lichtverhältnisse sind am Vormittag meist günstig für Pflanzenfotos und steigern sich während der Motivsuche bis zur Mittagszeit.

Fotografien einzelner Blüten, Stauden oder Blätter, also Details, erhalten durch ein leichtes Teleobjektiv mit einem Makro-Bereich den perfekten Look. Makro-Objektive zeichnen sich dadurch aus, dass sie selbst innerhalb eines extremen Nahbereichs scharf stellen können.

Beide, Tele- und Makro-Objektiv, haben den Vorteil, eine geringe Tiefenschärfe zu erzeugen. Das bedeutet, dass nur ein kleiner Teil des Bildes scharf ist, während der Vorder- und Hintergrund unscharf sind. Diese Bildgestaltung ermöglicht einen deutlichen Fokus des Betrachters auf das zentrale Motiv bei Pflanzenfotos.

Stärker noch als die Wahl des Objektivs, wird die Tiefenschärfe durch die Wahl der Blende beeinflusst. Eine große Blendenzahl bedeutet eine kleine Öffnung der Blende und eine große Tiefenschärfe (bis unendlich) – eine kleine Blendenzahl bedeutet eine große Öffnung der Blende und eine geringe Tiefenschärfe. Der richtige Wert der Blende bleibt zwar Erfahrungssache, generell lässt sich für Detailaufnahmen bei Pflanzenfotografien jedoch eine möglichst kleine Blende empfehlen. Auch hier ist wieder auf die Wahl des Objektivs zu achten, vor allem auf die Lichtstärke. Lichtstarke Objektive lassen besonders viel Licht eintreten und sind daher auch bei schwierigen Lichtverhältnissen die passende Wahl. Außerdem ermöglichen sie es, die Blende besonders weit zu öffnen und daher wiederum eine geringe Tiefenschärfe zu erzeugen.

In der Regel sind Festbrennweiten lichtstärker als Zoom-Objektive. Sie bieten darüber hinaus den Vorteil, dass sie das Bild von Pflanzen meist weniger verzeichnen (verzerren) als Objektive, die verschiedene Brennweiten abdecken. Diese Qualität zeichnet wiederum Normal- bis Teleobjektive aus. Weitwinkelobjektive weiten den Raum im Bild und neigen eher zum Verzeichnen.

Handelt es sich bei der Wahl des Motivs um einen ganzen Baum oder ein Feld, also um Landschaftsfotografie mit einem Fokus auf Pflanzen, so ist vom Weitwinkel- über das Normalobjektiv bis hin zu größeren Brennweiten (Teleobjektiv) alles zulässig. Die Wahl des Objektivs hängt dann einerseits von der Größe der Pflanze ab und andererseits vom Abstand, den der Fotograf vom Motiv einnehmen kann.

Die Blende sollte bei großen Entfernungen besonders klein eingestellt werden, um eine große Tiefenschärfe zu gewährleisten.

Sehr effektvoll sind Fotografien bei Morgendämmerung mit Nebel und Tau sowie Bilder, die während der „blauen Stunde“ (Abenddämmerung) aufgenommen wurden. Letzteres erfordert unter Umständen den Einsatz eines Blitzgeräts und in jedem Fall ein Stativ.


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