Unterwasser fotografieren – Tipps für schöne Unterwasserfotos

Früher war die Unterwasser-Fotografie etwas ganz Spezielles. Nur sehr wenige Taucher wagten sich mit großen, unförmigen Gehäusen für ihre Kameras in die Tiefe. Zudem war dieses Hobby sehr teuer. Die Preise sinken langsam, dazu gibt es auch noch mehrere Optionen unterwasser zu fotografieren: Von der Einweg-Unterwasserkamera über zumindest begrenzt wasserdichte Digitaklameras bis hin zur Spiegelreflexkamera mit passendem Unterwasser-Gehäuse.

Die wichtigste Regel, die es bei der Unterwasser-Fotografie zu beachten gilt, ist dass das Farbspektrum in die Richtung Blau verschoben ist. Mit zunehmender Tiefe filtert das Wasser immer mehr Rot-Anteile aus dem Licht.

Die Brechung des Lichts beeinflusst die Ausrüstungsauswahl und den Bildaufbau ebenfalls. Im Kameragehäuse oder in der Tauchermaske befindet sich Luft, dahinter aber das Wasser. Somit ergibt sich eine optische Vergrößerung der Umgebung und das bedeutet für die Kamera-Objektive eine Verlängerung der Brennweite. Deshalb sind Unterwasser-Fotografen oft mit Weitwinkel-Objektiven unterwegs, so lassen sich Wracks, Fischschwärme und Korallen wirklich beeindruckend in Unterwasserfotos darstellen.

Anfänglich empfehlenswert sind Brennweiten von 28, besser noch 24 Millimetern für Kompaktkameras. Besitzer von Spiegelreflex-Kameras sollten ein Weitwinkel-Objektiv, das bei ungefähr 20 Millimetern beginnt. Am besten verläuft die Blickrichtung nach schräg oben, so zeichnet sich das gewählte Motiv von der erhellten Wasseroberfläche ab. Die typische Ansicht von Fischen ist meistens die von hinten, obwohl die Perspektive von der Seite weitaus ansprechender ist. Doch die meisten Fische sind Tauchern gegenüber sehr scheu und verschwinden schnell, wenn man versucht, sich anzunähern. Daher sollte man sehr langsam und behutsam näher kommen  um schöne Unterwasserfotos von Fischen zu ergattern– oder am besten wäre es, wenn man ruhig verharrt und wartet, bis sich die Fische nähern, da gehört aber immer eine Portion Glück dazu, wenn man unterwasser fotografieren möchte.

Mit Kompaktkameras lassen sich extreme Nahaufnahmen mühelos und spontan aufnehmen, sie sind gleichzeitig auch für weite Unterwasser-Landschaften geeignet. Der DSLR-Nutzer muss sich vor dem Tauchgang entscheiden, welche Motive er wählen möchte. Meistens geben die kleinen Lebewesen wie Muscheln, Korallen oder Schnecken beeindruckend farbenprächtige Möglichkeiten für Makro-Fotos. Hier ist ein Blitz eine wirklich große Hilfe. Bei großen Motiven kann man gut mit dem vorhandenen Licht arbeiten, bei kleineren ist ein Blitz im Ring-Format eine gute Wahl. Bei der manuellen Einstellung muss die Verwacklungs-Gefahr beachtet werden, ISO 200 und dazu eine offene Blende bringt auch in einer Tiefe bis zu 20 Metern kurze Verschlusszeiten und eine klare Schärfentiefe. Aber am besten probiert man einiges aus und schießt Fotos mit verschiedenen Einstellungen. Am wichtigsten ist es, sich selbst und seine Kamera vor dem Tauchgang gut vorzubereiten. Es gibt nichts Ärgerlicheres, als wenn auf einmal der Akku den Geist aufgibt, die Speicherkarte voll ist oder man das falsche Objektiv ausgewählt hat.


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